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“…und, wie war’s?”

Das wurde ich in den vergangenen zwei Monaten ganz oft gefragt. Die Leute, die diesen Satz zu mir sagten, meinten eigentlich: „…wie war es, als du das erste Mal ein Reh erlegt hast?“

Oder meinten sie vielleicht: „wie war es, als du das erste Mal ein Tier getötet hast?“. Oder eventuell auch: „war’s schön auf der Jagd?“. So genau weiss ich es nicht. Ich fragte nicht nach, sondern antworte etwas unsicher, „pauschal“.

Ganz oft folgt noch: „…du siehst gar nicht so aus…!“ Wie denn? Sehe ich nicht so aus, als ob ich ein Wildtier erlegen könnte? Oder sehe ich nicht so aus, dass ich im Dunkeln alleine im Wald sitzen könnte? Oder ein Reh ausweiden? Oder es auf dem Rücken tragend, zum Auto bringen? Sehe ich denn eher aus, als ob ich im Einkaufszentrum den abgepackten ungarischen Zucht-Rehpfeffer in den Einkaufskorb lege?

Wenn du dich auch darüber freust, dass wir ein grosses Privileg haben, nämlich, dass wir hier in er Schweiz genügend Wildtiere haben, die wir unter vielen schwierigen Bedingungen und nach gründlicher Ausbildung, selber erlegen und verwerten dürfen? Dann lies weiter!

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Denn ich beantworte hier gerne die Frage: „…und, wie war’s?“

Befriedigend! In erster Linie war es ein befriedigendes Gefühl, am Ende dieses Jagdtages, an dem ich das erste Mal „mein“ Tier mit nach Hause nehmen durfte. Ich denke, dass es wahrscheinlich jedem, der auf der Jagd nach etwas ist, so geht. Auch jeder „Jägerin“, wenn sie durch die Innenstadt von Bern streift, auf der Jagd nach einem Schnäppchen beim Sommerschlussverkauf. Oder dem „Pilzler“ im Wald. Oder meinem Schatz, wenn er sich an einer Jagdmesse durch die unendlichen Vitrinen mit Jagdmessern kämpft, um sich dann, ein ganz besonders schönes Messer zu kaufen und sich daran zu erfreuen. Jagd ist Jagd. Oder anders ausgedrückt: orientieren > fixieren > beschleichen > hetzen > packen > töten > zerlegen > fressen – auf so manches Verhalten in unserem Alltag übertragbar.

Dieses Gefühl der Befriedigung, war dick und fett eingepackt von tiefster Dankbarkeit. Dankbar, dass „alles gut gegangen ist“. Das Tier war mit einem Schuss blitzschnell tot. Ich durfte nach dem Ausweiden feststellen, dass es gesund war. Dankbar, für das Fleisch, das ich werde essen dürfen. Dankbar, dass das Tier für mich heute da war. Dankbar, dass ich dieses Privileg habe, in unseren schönen Wäldern zu jagen.

Und das Töten an sich? Nun ja, es ist die logische Folge, dass ich nach; sitzen und warten oder anpirschen, nach ansprechen und entscheiden, schlussendlich das Gewehr spanne und den Abzug betätige. Dank moderner Jagdwaffen und Munition, Zielgeräten und anderen Hilfsmitteln, der eigentlich kleinste Teil der Jagd. Und dafür, dass ich den Abzug betätige, habe ich mich schon vor sehr, sehr langer Zeit entschieden, nicht erst in diesem Moment. Auch du, wenn du Fleisch isst, hast dich dafür entschieden. Es ist der entscheidende Faktor, ob ein Tier stirbt oder nicht, der Konsum.  Du hast Fleisch auf dem Teller? Dann hast du dazu beigetragen, dass das Tier stirbt. Genau wie ich dazu beigetragen habe, in dem Moment, als ich den Abzug meiner Jagdwaffe betätige. Nur unsere Positionen sind andere.

Die Dankbarkeit und Freude über den Jagderfolg begleiteten mich noch einige Tage. Auch heute, wenn ich daran zurückdenke, es jemandem erzähle, oder wenn wir ein Stück Rehschnitzel zubereiten, kommt dieses Gefühl zurück.

Die anstrengende Zeit der Ausbildung, die unendlichen Stunden im Schiessstand, die Prüfung… Danach viele Stunden im Wald, Pirschzeichen suchen, Ansitzplätze ausfindig machen. Hochsitz aufstellen. Danach: sitzen, warten, warten, warten, warten,… Oft kein Anblick – wieder hingehen und warten. Das alles wird durch den abschliessenden Jagderfolg irgendwie abgeschlossen.

Und wenn nicht, gehe ich trotzdem wieder.

Auch wenn’s nur ist, um den Waldfrieden zu finden.

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Unser Sommer-Sonne-Grünes-Gras Shooting!

Nach unserem Winterfotoshooting war klar, dass wir das auch mal noch mit anderem Licht und anderen Farben machen wollten. So habe ich im Sommer wieder mit Brigitte einen Termin vereinbart. An einem hübschen Bächlein, in der Nähe vom Waldrand haben wir uns am späteren Nachmittag getroffen. Die Regenwolken vom Vormittag waren schon fast alle weg und ein paar Sonnenstrahlen versüssten uns den Abend und tauchten die Kulisse in ein aufregendes Licht.

Und wieder sind einmalige Bilder entstanden, die meine Maus so wunderbar zeigen, wie sie ist. Vielen lieben Dank, Brigitte für deine Arbeit und die Geduld mit dem quirligen Tollerchen, das sich nicht ganz so wohlfühlt, bei Nähe und Berührung draussen. Trotzdem hast du “unsere Nähe” toll eingefangen und mir mit deinen Bildern eine grosse Freude gemacht.

www.brigittekreisl.ch

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“…mein Hund ist dominant…”

Ich wünsche mir so sehr, diesen Satz nicht mehr (nie nie nie nie mehr) in Zusammenhang mit dem Hundetraining zu hören. 

Denn, nein, das ist er nämlich nicht!

Er will nämlich weder das Sofa als alleiniger Monarch besitzen, noch den Kühlschrank (okey, Alawei möchte das vielleicht schon, wobei sie alles mit mir teilen würde…). Auch will er dich nicht beherrschen, weil er dich kreuz und quer an der Leine in der Gegend herumzieht. Würde dein Hund dich anknurren hättet ihr zwei ganz andere Sorgen, als die Frage nach dem “Rudelchef”. Ach, und steht er vielleicht mal versehentlich mit der Pfote auf deinen Fuss, ist das auch eher Zufall oder etwas ungeschickt, weil er sich vielleicht grad vor etwas gruselt und ganz nah bei seinem Menschen sein will. Befolgt dein Hund deine Signale nicht, ist dies nicht der Grund, um dir zu zeigen, wer das “Sagen” hat. Du hast es ihm einfach noch nicht gelernt, es ist zu schwer für deinen Hund, das gewünschte Verhalten auszuführen – dein Training war zuwenig gut… Ja, DEIN Training! Nie nie nie mehr möchte ich Bemerkungen hören wie: “…der weiss das ganz genau…” Nein, er weiss es eben nicht – er braucht nämlich dein Hilfe und kein Nackenschütteln, zu Boden drücken oder Leinengerucke! Er braucht bewusste Signale, die ihm helfen, was er tun soll. Weisst du immer ganz genau, was du deinem Hund signalisiert? Du rufst ihn zu dir – stehst dabei aber frontal und sogar nach vorne “drohend, komm jetzt endlich!!” vor deinem Hund?

Zurück zur “Dominanz”. Es ist so wichtig zu wissen, dass das Wort “dominant” auf Hunde bezogen nie und nimmer das bedeutet, für was du es hältst: nach Macht strebend. “Dominant” ist keine Charaktereingeschaft, sondern bedeutet ganz einfach nur: in dieser speziellen Situation überlegen. Punkt.

Bitte streiche dieses verwirrende und dauernd missbrauchte Wort aus deinem Wortschatz!

…und ich leg mich jetzt mal zur Principessa auf’s Sofa!

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Der Achtsamkeitsspaziergang

Wir, als Hundehaltende, übernehmen grosse Verantwortung für unsere Tiere. Wir schauen auf beste Nahrung, weiche Liegeplätze, genügend Fürsorge und gutes Hundetraining. Es soll ihr an nichts mangeln, meiner liebsten Fellnase. Doch wie empathisch bin ich wirklich, wenn es um das Hundeglück geht?

Beobachte dich während eines Spazierganges mal selbst: wie oft ziehe ich an der Leine, weil ich weitergehen will, weil mir das Schnuppern zu langweilig ist oder das Markieren zu lange dauert? Führe oder kommandiere ich? Wie oft und wie stark drücke ich meinem Hund meinen Willen auf, wo es vielleicht gar nicht nötig ist und wie mache ich das? Bin ich während des Spaziergangs, den ich für meinen Hund unternehme, überhaupt mit der Aufmerksamkeit bei meinem Hund? Gehe ich auch auf seine Kommunikation ein oder drücke ich ihm nur meine auf?

Es ist Zeit für den Achtsamkeitsspaziergang…

Überlasse deinem Hund doch mal die Entscheidung, wie lange und wo er schnuppern will. Welchen Weg geht er, wenn du ihn einfach machen lässt? Was für Spuren findet er im Wald, wenn du langsam und still hinterhergehst? Schenke deinem Hund einen Spaziergang lang deine komplette Aufmerksamkeit. Versetze dich hinein, in deinen Hund und versuche herauszufinden, was er möchte und was gerade nach seiner Aufmerksamkeit verlangt. Achte auf seine Signale und seine Kommunikation. Herzlich Willkommen in der Welt deines Hundes! Du wirst sehen, wie wertvoll diese Momente sind und wie gut du deinen Hund damit kennenlernen kannst.

Schau deinen Hund nicht nur an, versuch ihn zu „sehen“.

Bild Achtsamkeitsspaziergang

Buchtipp: “einfach artgerecht” von Anders Hallgren

Seit einiger Zeit, steckt meine Nase (wenn sie denn drinsteckt…) eigentlich nur noch in Fachbüchern. Bücher über homöopathische Globuli, Sachbücher über Ernährung, die richtigen Fragetechniken des Kinesiologischen Muskeltests, das korrekte Dummytraining,… Wie gerne würd’ ich mal wieder einen Krimi lesen… aber da muss zuerst noch dieses Buch, dann das eine und jenes wollte ich auch noch was draus lernen…

Auf der Titelseite von “einfach artgerecht” steht “Ethik und Verhaltensforschung” – aha, ein Fachbuch also – gekauft!

Und dann… WOW! Berührend, mitreissend, unterhaltend – viel mehr als “nur” ein Fachbuch. Der Autor, der schwedische Hundepsychologe, Anders Hallgren, hat einen Wegweiser zur bestmöglichen Beziehung mit deinem Hund geschrieben. Dabei folgt er einem rein ethischen Ansatz. Er erzählt von gesundem Menschenverstand und Empathie. Er erzählt von wahrer Freundschaft, vom Spiegel der Seele… aber auch über den Umgang mit Problemverhalten oder das Für und Wider des Hundetrainings.

“Wenn man das Fell eines Hundes berührt, verlangsamt sich der Puls, der Blutdruck sinkt und im Gehirn wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, welches dafür sorgt, dass sich ein Gefühl der Ruhe in uns ausbreitet.”

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Erschienen ist das Buch im Cadmos Verlag, die ISBN-Nr. lautet: 978 – 384042039 – 9

Seelenwärmer: Champignon – Kokos – Suppe

Jetzt mal ehrlich, es gibt einfach Lebensmittel, die heitern unsere Stimmung auf! Und ich meine jetzt nicht quietschfarbige, alkoholische Drinks mit lustigen Namen… nein, nein!

Zum Beispiel Schokolade… tut doch einfach gut, so für’s Herz. Was ist mit Eis? Das ist doch auch irgendwie “erfrischend für die Seele”. Aber was unsere Champignon – Kokos – Suppe für dich macht, wenn du schlechte Laune hast, traurig oder frustriert bist, ist wirklich meisterhaft! Sie legt dir eine warme, weiche Decke um, zündet ein wärmendes Licht in deinem Innern an und erzählt dir die unterhaltsamsten Geschichten, die dir ein quietschfideles Lächeln ins Gesicht zaubern!

Und hier das Rezept: 2 Zwiebeln, 1 EL Kokosfett, 500 g braune Champignons, 250 ml Gemüsebouillon, 250 ml Kokosmilch, Salz, Pfeffer und 1 EL frische Petersilie.

Zwiebeln hacken und im Kokosfett andämpfen, Champignons vierteln und beigeben. Gemüsebouillon und Kokosmilch beigeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Mit dem Pürierstab pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie hacken und über die Suppe streuen.

Enjoy!

Champignon - Kokos - Suppe                   Champignon - Kokos - Suppe

exklusiv bei uns: Leckerlibeutel von Jamies Backstube!

Juhuii – ich freu mich! Immer auf der Suche nach dem Aussergewöhnlichen bin ich auf Jamies Backstube für Hundekekse gestossen.

Die tollen Leckerlibeutel von Jamies Backstube sind jetzt ganz exklusiv bei uns erhältlich.

Die Beutel sind 13×9 cm gross, bestehen innen aus abwaschbarem Wachstuch und aussen aus Baumwollstoff und kosten CHF 18.

Schick mir einfach deine Bestellung per Mail an: franziska@effekt-tief.ch

Vielen lieben Dank, Nea, Phil und Jamie!

Punkte lila Rosa Sterne grau Blüten Paisley Eichhörnchen grün Herzen dunkelblau

 

Unser Winterfotoshooting

Anfang Januar hatten wir einen Termin bei der Fotografin… Schon lange wünschte ich mir ein paar schöne Bilder, auf denen man sieht, was Alawei und mich “verbindet”. Lange habe ich nach einem Fotografen gesucht, der genau das erkennt und es in ein Bild packen kann. Dann bin ich auf www.brigittekreisl.ch gestossen. Ihre Bilder haben mich sehr beeindruckt – genau so was habe ich gesucht.

So haben wir uns also aufgemacht in die Innerschweiz. Auf halber Höhe Richtung Rigi sind wir zwei Stunden im Schnee herumgetollt und haben uns von Brigitte knipsen lassen. Schnee und Wetter waren perfekt – etwas “wild”, so wie wir das gerne mögen. Brigitte war einfach toll, sie hat sich immer wieder in den Schnee geschmissen um Alawei aus den idealen Winkeln zu fotografieren. Es hat super viel Spass gemacht und entstanden sind viele wunderbare Bilder von meinem Herzenshund!

Vielen Dank liebe Brigitte, wird sind sehr glücklich über das tolle Resultat! …wir sehen und im Sommer für ein “Sommer-Sonne-grünes-Gras-Shooting”!

www.brigittekreisl.ch

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